Neuzugänge im Krimi-Bestand

Falk, Rita:
Winterkartoffelknödel
: ein Provinzkrimi / Rita Falk. - ungekürzte Lizenzausg. - [o.O.] : R. M. Buch- und Medien-Vertrieb [u.a.], 2011. - 233 S.

Franz Eberhofer ist Dorfpolizist in der niederbayerischen Provinz. Eigentlich ein äußerst ruhiger Posten, bis Franz auf den Fall der Neuhofer-Familie stößt. Vater, Mutter und ein Sohn sind unter merkwürdigen Umständen gestorben. Unglücksfälle? Oder sollte der 2. Sohn da die Hand im Spiel gehabt haben? Schließlich hat er das ererbte Haus umgehend verkauft. Oder ist er auch nur Opfer und womöglich sogar in Gefahr?

Franz ermittelt eigenwillig und unkonventionell und löst doch souverän seinen 1. Fall - auf weitere darf man sich hoffentlich freuen.

Franz, der Ich-Erzähler, ist sprachlich ein naher Verwandter von Pumuckls Meister Eder, ein bisschen behäbig und mit einer für nicht bayerisch sprechende Menschen zumindest gewöhnungsbedürftigen Grammatik.  


Maurer, Jörg:
Föhnlage
: Alpen-Krimi / Jörg Maurer. - 17. Aufl. - Frankfurt am Main : Fischer-Taschenbuch-Verl., 2011. - 332 S. - (Fischer ; 18237)
ISBN 978-3-596-18237-4

Regionalkrimis gibt es mittlerweile zuhauf und es lässt sich trefflich Witze machen - z.B. über die Eigenarten der bayerischen Landbevölkerung. Doch man kann auch einen Krimi schreiben, der a) spannend ist, b) überraschende Wendungen und c) sympathische Hauptpersonen beinhaltet.

So geschehen bei Jörg Maurer, der mitten in Garmisch-Partenkirchen eine skurrile Geschichte um vom Himmel stürzende vermeintliche Ostagenten und italienische Mörder, die mit dem Gleitschirm unterwegs sind, spielen lässt. Hauptpersonen darin sind ein erfinderisches Bestatterpärchen mit gehörigem kriminellem Potenzial und ein körperlich gehandicapter Kommissar, der auf seine Intuition vertrauen kann. Und kaum eine Seite vergeht, bei der der Leser nicht schmunzeln muss ob einer gelungenen Formulierung oder einer witzigen Personenbeschreibung.

Die Sorgfalt der Recherche und die trotz aller Komik realistisch nachvollziehbare Krimihandlung zeichnen das Werk des Münchner Musikkabarettisten aus.


 Porath, Silke:Klostergeist : Kriminalroman / Silke Porath ; Andreas C. Braun. - 1. Aufl. - Meßkirch : Gmeiner, 2011. - 227 S.  - (Gmeiner Original)ISBN 978-3-8392-1124-3

Nach der Morgenmesse auf dem Dreifaltigkeitsberg fällt Pater Pius, Superior des Spaichinger Konvents, ein Mensch vom Turm der Kirche direkt vor die Füße. Es handelt sich um Manfred Engel, den Bürgermeister der schwäbischen Kleinstadt. Pater Pius glaubt nicht mehr an Selbstmord, als ihm beim Trauergespräch mit der Witwe Marlies ein Kontoauszug über 57.000 EUR in die Hände fällt. Zudem ist der Tote der Cousin von Jens-Uwe Engel, dem Vorstandsvorsitzenden der Württemberger Kasse, die in einer tiefen Krise steckt.

Die Ermittlungen von Kommissarin Verena Hälble und ihrem Kollegen Thorben Fischer aus Rottweil führen schließlich mit der tatkräftigen Unterstützung von Pater Pius zum Erfolg.

Der Regiokrimi aus Oberschwaben, der auf altbekannte Motive zurückgreift, unterhält seine Leser aus der Region mit Witz und Spannung.


Nesser, Håkan:
Die Einsamen
: Roman / Håkan Nesser. - 1. Aufl. - München : btb, 2011. - 604 S. -  Aus dem Schwed. übers.
ISBN 978-3-442-75313-0

In der Nähe von Nessers mittelschwedischem "Kymlinge" stürzte 1975 die junge Maria einen Steilhang hinunter und starb. 35 Jahre später wird an derselben Stelle ihr damaliger Lebensgefährte tot aufgefunden. Beide gehörten zu einer Gruppe von 6 ehemaligen Freunden, beide Tote waren "etwas eigen" und sexuell nicht immer aufeinander fixiert.

Kommissar Barbarotti und seine Kollegin Eva Backman müssen in ihrem 4. Fall herausfinden: Waren es Unfälle (der alte Fall wurde so deklariert), Selbstmord(e) oder Mord(e), und was haben die alten Freunde damit zu tun? Lange passiert so gut wie gar nichts, die Protagonisten werden vorgestellt und kommen teilweise zu Wort.

Dann unternehmen die 3 Paare 1972 eine Busreise in den Ostblock, wo sie in Rumänien in die Fänge wohl der Securitate geraten. Die Männer wollen eine der Frauen, Maria opfert sich. War das der Grund für beide Stürze in die Schlucht?

Der Autor erzählt - am Ende sehr packend - von einem Kartenhaus, das ein einziger Windhauch zum Einsturz bringt.


Klausner, Uwe:
Kennedy-Syndrom
: Tom Sydows vierter Fall / Uwe Klausner. - 1. Aufl. - Meßkirch : Gmeiner, 2011. - 420 S. - (Gmeiner Original)
ISBN 978-3-8392-1185-4

Gleich 7 Tote sind es am Ende, wenn Hauptkommissar Tom von Sydow, inzwischen 48 Jahre alt und immer noch ein höchst attraktiver Mann, seinen komplexen Fall abgeschlossen haben wird.

Nach den spannenden Ermittlungen, die Meister-Krimi-Schriftsteller Klausner unter griffigen Titeln wie "Walhalla-Code", "Odessa-Komplott" und "Bernstein-Connection" vorlegte, bildet erneut ein brisantes politisches Thema der jüngeren Geschichte den Hintergrund: der Bau der Berliner Mauer und die damit verbundenen internationalen Verwicklungen.

Anfangs geben dem smarten Ermittler 2 Tote, ein erschossener amerikanischer Spezialagent in der S-Bahn Richtung Wannsee und eine Leiche in der Nähe des Flughafens Tempelhof, Rätsel auf. Schnell kommen weitere obskure Ereignisse hinzu. Sie fügen sich zu einem komplexen Fall, der interessante Stilmittel wie häufige Ortswechsel, eine stellenweise lakonische Erzählweise, das Einflechten historischer Fakten und ein Heer an Mitwirkenden, seien sie fiktiv oder von der realen politischen Weltbühne, aufweist. Spannend, unbedingt lesen!

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